Kadenbach: Frohe Ostern für Kaninchen

KADENBACH Karin

EU-Parlament spricht sich gegen Käfighaltung aus

Wien (OTS/SK) - „Kaninchen können Ostern heuer entspannt entgegenblicken. Denn das EU-Parlament forderte in einem Initiativbericht, das Tierwohl zu stärken. Die EU-Kommission soll einen Gesetzesentwurf mit Mindeststandards für die Haltung von Mastkaninchen vorlegen. Denn Tiere müssen ausreichend Platz und Auslauf haben. Während es schon lange europaweite Mindeststandards für die Haltung von Hühnern, Schweinen und Kälbern gibt, ist die Haltung von Mastkaninchen nicht geregelt. Oft müssen sie in Käfigen, die nicht größer als zwei Din-A4-Blätter sind, ein trostloses Dasein fristen“, sagt Karin Kadenbach, Umweltsprecherin der SPÖ-Europaabgeordneten, und ergänzt: „Das Europaparlament hat sich im März dafür ausgesprochen, dass wir die Rechte von Kaninchen künftig besser schützen müssen.“ Mastkaninchen werden in Europa besonders in Frankreich, Italien und Spanien gehalten. Aus diesen Ländern gab es die größten Vorbehalte gegen Mindeststandards. Dennoch konnte sich die tierschutzfreundliche Haltung durchsetzen. ****
 

„Nun, ein Monat nach der Abstimmung, appelliere ich an die EU-Kommission, einen Gesetzesentwurf nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern rasch zum Wohle der Kaninchen zu handeln. Gerade zu Ostern ist uns allen das Bild glücklicher Kaninchen mit ausreichend Auslaufmöglichkeit nur allzu präsent. Dieses Bild müssen wir Wirklichkeit werden lassen. Österreich ist hier EU-Vorbild, denn bei uns ist die konventionelle Käfighaltung bereits verboten. Buchten und Freigehege für die Tiere sind verpflichtend vorgeschrieben. Landwirtschaftsminister Rupprechter muss hier Druck auf die EU-Kommission machen, damit diese rasch ein Gesetz vorlegt, das Kaninchen besser schützt. Er muss hier mehr auf das Tierwohl achten als die ÖVP-Delegation im Europaparlament, die - obwohl die Käfighaltung in Österreich längst verboten ist - gegen ein EU-weites Verbot stimmte. Zum Glück folgenlos, da die Kaninchenfreunde in der Mehrzahl waren“, sagt Kadenbach.

Country: 
Austria