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    EINE STÄRKERE PARTNERSCHAFT AFRIKA-EU

    Eine reifere und zeitgemäße Partnerschaft zwischen Afrika und der EU kann uns helfen, die globalen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, zu bewältigen. Gemeinsam können wir die Demokratie und die Menschenrechte stärken und eine nachhaltige wirtschaftliche und menschliche Entwicklung in unseren Gesellschaften fördern. 

    Eine gute Koordinierung der EU-Außenpolitik ist unerlässlich, wenn wir die globalen Chancen, die sich uns bieten, optimal nutzen und ein verantwortungsbewusster Akteur auf der internationalen Bühne sein wollen.

    Die S&D Fraktion freut sich, mitzuteilen, dass die nächste Auflage unserer Initiative, die Afrika-Woche der S&D Fraktion 2018, vom 5. bis 9. November 2018 in Brüssel stattfinden wird.

AFRIKA-WOCHE DER S&D FRAKTION  2016 - 2017 – 2018

Die Sozialdemokratische Fraktion (S&D) freut sich über die erfolgreiche Durchführung der 2. Afrika-Woche der S&D Fraktion. Die Afrika-Woche 2017 befasste sich mit dem Thema ‚Die Jugend und die Zukunft Afrikas‘ und fand vom 25. bis 28. September im Europäischen Parlament in Brüssel statt.

 

Weiter unten können Sie mehr über das Programm der Afrika-Woche der S&D Fraktion 2018 in Erfahrung bringen.

Die S&D Fraktion freut sich, mitzuteilen, dass die nächste Auflage unserer Initiative, die Afrika-Woche der S&D Fraktion 2018, vom 5. bis 9. November 2018 in Brüssel stattfinden wird.

Programm der S&D Afrika-Woche – 2018 (EN)


S&D GROUP AFRICA WEEK 2018

Monday 5 to Friday 9 November 2018

Monday 5 November

9.30-18.00 2nd S&D Group Seminar of African and European Youth Representatives
Implementing the Sustainable Development Goals in Africa and in Europe
Internal event (not open to the public)
European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

19.30-21.30 Université Libre de Bruxelles (ULB) - S&D Group Conference
The Role of Investigative Journalism in Fighting Corruption and Tax Evasion in Africa and in Europe
Public event
Auditorium TBC, Campus du Solbosch, Université Libre de Bruxelles, 1050 Brussels
Interpretation: TBC

Tuesday 6 November
TBC Foundation for European Progressive Studies (FEPS) - SOLIDAR Conference
Title TBC
Public event
Foundation for European Progressive Studies, Rue Montoyer 40, 1000 Brussels

14.00-16.00 Global Progressive Forum (GPF) Conference
Nelson Mandela - 100th Anniversary
A celebration of Mandela’s legacy and reflection on democracy and good governance in Africa
Public event
Room JAN4Q2, European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

16.30-18.15 1st GPF Africa-Europe Progressive Parliamentary Dialogue
Increasing Democratic Participation and Engaging Citizens in Africa and in Europe
Internal event (not open to the public)
with the participation of African and European progressive Members of Parliament, and Members of the S&D Group in the European Parliament
Room ASP 1E1, European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

Wednesday 7 November

Morning S&D Group Meeting
Presentation of the
• conclusions of the 1st GPF Africa-Europe Progressive Parliamentary Dialogue
• message of the 2nd S&D Group Seminar of African and European Youth Representatives
Internal event (not open to the public)
European Parliament, Brussels

15.30-18.30 S&D Group Conference
Africa-Europe Partnership: A Vision Beyond Migration
Public event
Room ASP 3G3, European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

19.30-22.30 BOZAR - S&D Group Cultural Event
Afro-Cyber-Feminist Connections
(and PES Women - S&D Group reception TBC)
Public event
BOZAR, Rue Ravenstein 23, 1000 Brussels

Thursday 8 November

9.00-10.45 S&D Group Seminar
African Continental Free Trade Area: Making It Work for Africa
Public event
Room ASP 3G2, European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

11.00-12.45 S&D Group Seminar
Combating Modern Slavery in Africa and in Europe
Public event
Room ASP 3G2, European Parliament, Brussels
Interpretation: EN, FR

Afternoon S&D Group “Go Local” Event
The Role of African Diaspora in European Societies and Towards Africa
Public event
Venue TBC, Brussels
Hosted by MEP Maria Arena

Friday 9 November

S&D Group “Go Local” Events
The Role of African Diaspora in European Societies and Towards Africa
Public events
Venues:
Germany (city TBC) - hosted by MEP Norbert Neuser
Italy (city TBC) - hosted by MEP Cécile Kyenge


Registration
for one or several public events of the
S&D Group Africa Week 2018
at
www.withafrica.eu

Frauen und Jugendliche stärken

Stärkung der Stellung der Frauen

Frauenrechte sind in erster Linie Menschenrechte, aber Gesellschaften, in denen Frauen Gerechtigkeit und Chancengleichheit erwarten können, sind auch erfolgreicher. Deshalb glauben wir, dass die Stärkung der Stellung der Frauen nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit ist, sondern auch unerlässlich für den Aufbau erfolgreicher Gesellschaften.

Wir arbeiten mit unseren internationalen Partnern zusammen, um die Stellung der afrikanischen Frauen zu stärken, ihre Rechte zu verteidigen und Gewalt und Diskriminierung zu verhindern. Wir bemühen uns, sicherzustellen, dass die Rechte der Frauen respektiert werden, dass Bildung für alle zugänglich ist und dass Gewalt gegen Frauen beseitigt wird – in Recht und Praxis. Die S&D Fraktion will auch, dass die Stärkung der Frauen zu stärkerer Beteiligung am politischen Leben ihrer Gemeinschaften führt.

Jugendliche

Jugendliche befähigen bedeutet, in Menschen zu investieren, indem man ein Umfeld schafft, in welchem sie ihr Potenzial entfalten können. Eigenverantwortliche und gebildete junge Menschen sind von entscheidender Bedeutung für die Zukunft ihrer Gemeinschaften – und für die ganze Welt. Wir glauben, dass mit koordiniertem Handeln zwischen afrikanischen und europäischen Partnern junge Afrikaner bei der Bewältigung globaler, regionaler und lokaler Herausforderungen etwas bewirken können.

Wir sind überzeugt, dass es entscheidend ist, Möglichkeiten für afrikanische Jugendliche zu schaffen: Sie haben ein enormes Potenzial, um ihre Gesellschaften zu gestalten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu unterstützen, die Menschenrechte und die Grundfreiheiten zu fördern und innovative Lösungen für ihre Probleme zu finden. Wir fordern kostenlose hochwertige Bildung, Investitionen in Fähigkeiten und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten.

Bildung

Bildung ist unerlässlich für eine bessere Zukunft. Wir haben eine Initiative gestartet, die sich auf die Unterstützung einer angemessenen Ausbildung für künftige Generationen konzentriert, die wegen Konflikten und humanitärer Krisen nicht zur Schule gehen können. Wir arbeiten mit den Vereinten Nationen, mit anderen EU-Institutionen und mit zivilgesellschaftlichen Organisationen weltweit und auf europäischer Ebene zusammen, um politische Unterstützung und eine solide finanzielle Ausstattung für internationale Projekte in diesem Bereich zu schaffen. Durch #Educa wollen wir künftigen Generationen Zugang zu angemessener Bildung bieten, um ihnen beim Aufbau friedlicherer und verantwortungsvoller Gesellschaften zu helfen.

Erfahren Sie mehr über #Educa und darüber, wie wir das Niveau der Hilfsgelder für Bildung erhöht haben.

Nachhaltige Entwicklungsziele und Klimaschutz

Nachhaltige Entwicklungsziele und Beseitigung der Armut

Wir sind der Ansicht, dass die nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut weltweite Prioritäten sein müssen. Die beim UN-Gipfel im September 2015 vereinbarten Nachhaltigen Entwicklungsziele haben eine ehrgeizige Agenda aufgestellt, aber es gibt immer noch viel zu tun.

Wir müssen auf eine entschlossenere Entwicklungspolitik hinwirken, um wirksame Sozialschutzsysteme zu errichten und den besonders Schutzbedürftigen einen universellen Zugang zu allen Ebenen der Bildung und der Gesundheitsversorgung zu bieten und auf diese Weise Gesellschaften ohne Ausgrenzung zu schaffen. Das bedeutet auch, dass wir einen nachhaltigen Ansatz für die Landwirtschaft und für die Ressourcen brauchen, der eine verantwortungsbewusste Energienutzung und einen allgemeinen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen vorantreibt und den Klimawandel sowie nicht nachhaltige Produktionsverfahren und Konsumgewohnheiten angeht. Wir kämpfen für mehr internationale Zusammenarbeit beim Umweltschutz, für technologische Innovationen und für Anreize für Regierungen, die eine fortschrittliche Umweltpolitik betreiben.

Die Sozialdemokraten engagieren sich auch für Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter, insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Frauen können im Kampf gegen die Diskriminierung und für die Entwicklung eine entscheidende Rolle spielen, beispielsweise bei der Verbesserung der Gesundheit von Müttern und bei der Senkung der Kindersterblichkeit. Die aktuelle humanitäre Krise an Europas Grenzen hat auch die Notwendigkeit eines neuen globalen Ansatzes hervorgehoben, der den Kampf gegen erzwungene Migration und die Förderung regulärer Migration als einen Motor für die Entwicklung – sowohl für die Ursprungsländer als auch für die Zielländer – miteinander verbindet.

Lesen Sie unsere 10 Versprechen für Solidarität und Entwicklung.

Umwelt

Das Pariser Abkommen vom Dezember 2015 war ein Meilenstein in den internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels. Es muss aber noch viel mehr getan werden, um denjenigen zu helfen, die die Auswirkungen dieser klimatischen Veränderungen jetzt schon spüren. Einige afrikanische Länder sind in dieser Hinsicht besonders anfällig und sehen sich von Hunger, Zwangsmigration und sogar von neuen Konflikten bedroht.

Die Sozialdemokratische Fraktion engagiert sich dafür, die Widerstandsfähigkeit lokaler Bevölkerungen zu verbessern und ihnen zu helfen, das Risiko von Katastrophen zu verhindern und zu senken – und sicherzustellen, dass ausreichende Mittel bereitgestellt werden. Im gleichen Sinne wünschen wir, dass Afrika sein Potenzial ausschöpft und bei der Produktion und Nutzung von erneuerbarer und effizienter Energie ein Weltführer wird, der die Umweltschutznormen einhält.

Demokratie und verantwortungsvolle Staatsführung

Die Sozialdemokratische Fraktion spielt im Europäischen Parlament eine führende Rolle bei der Unterstützung der Völker Afrikas, indem sie sich ihrer humanitären Bedürfnisse und ihrer Entwicklungsbedürfnisse annimmt und die Werte der Demokratie und der verantwortungsvollen Staatsführung fördert. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hat die EU einen neuen Dialog mit Afrika eingeleitet, der dazu dienen soll, eine strategische Partnerschaft mit dem Kontinent aufzubauen. In den letzten Jahren ist die EU auch aktiv gewesen, wenn es darum ging, auf den Arabischen Frühling in Nordafrika und auf die ernsten Herausforderungen in der Sahelzone und am Horn von Afrika zu reagieren. Maßnahmen, um die Instabilität in diesen Regionen anzugehen, müssen Teil einer breiter gefassten Strategie sein, die verantwortungsvolle Staatsführung, Entwicklung, humanitäre Hilfe und vor allem die Wiederherstellung der Rechsstaatlichkeit umfasst.

Fairer Handel und der Kampf gegen Konfliktmineralien

Fairer Handel

Handel kann unsere Entwicklungsziele und unsere humanitären Ziele unterstützen. Wir glauben, dass er Folgendes kann und sollte: wirtschaftliches Wachstum schaffen, um die Armut zu verringern; helfen, die Diskriminierung zu bekämpfen und die Situation von Frauen und Kindern zu verbessern; die Achtung vor der Umwelt und vor Sozial- und Sicherheitsstandards stärken; die Rechtsstaatlichkeit, die Arbeitsnormen und die Menschenrechte untermauern; die Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft einbeziehen; und die regionale Integration fördern.

Konfliktmineralien

Die S&D Fraktion wird den Kampf für die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen, die in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens verwendet werden, und die manchmal aus Krisengebieten stammen, wo sie bewaffnete Konflikte, Sklavenarbeit und Menschenrechtsverletzungen anheizen, weiterhin anführen.  Diese negativen Erscheinungen im Zusammenhang mit den sogenannten Konfliktmineralien müssen sich ändern. Wir wollen, dass der Bergbau zu einer Quelle der wirtschaftlichen Entwicklung und des Gewinns für die örtlichen Gemeinschaften wird statt einer gefährlichen Tätigkeit, die dafür verantwortlich ist, dass Menschen von ihrem Grund und Boden vertrieben, unschuldige Kinder in bewaffnete Konflikte hineingezogen und die Entwicklung insgesamt untergraben wird.
 
Nach einer langen Kampagne der S&D Fraktion hat das Europäische Parlament am 15. Juni 2016 eine Einigung mit dem EU-Rat über eine neue Verordnung erreicht. Trotz starken Widerstands der Konservativen haben die Sozialdemokraten ein rechtlich verbindliches System durchgesetzt, um die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Das Ziel der S&D Fraktion ist es, dafür zu sorgen, dass die Regulierung der Verwendung von Konfliktmineralien nicht nur eine Zusatzoption, sondern verpflichtend ist.

Das war ein harter Schlag für die verbrecherischen Milizen, die in vielen Regionen der Welt – vor allem im Osten der Demokratischen Republik Kongo – Frauen und Kinder massakrieren, missbrauchen und vergewaltigen, um den Abbau von Zinn, Wolfram, Tantal und Gold zu nutzen. Die europäischen Bürgerinnen und Bürger müssen darauf vertrauen können, dass ihr Tablet, Handy oder Computer nicht mit Mineralien hergestellt wurde, die mit dem Blut unschuldiger Menschen befleckt sind. Wir kämpfen darum, den Handel mit Konfliktmineralien zu beenden.

Vor-Ort-Besuche

Afrika ist für die S&D Fraktion von höchster Priorität. Deshalb haben unsere Europaabgeordneten in den letzten Jahren mehrere Erkundungsmissionen unternommen, um Einheimische, Fachleute und Politiker vor Ort zu treffen.

Unsere Mitglieder haben viele verschiedene Länder und Regionen besucht, unter anderem Sierra Leone (Februar 2017), Kenia (Februar & Dezember 2016), Ghana (Dezember 2016), Gambia (September 2016), Demokratische Republik Kongo (September 2016), Gabon (August 2016), Mali (Juli & September 2016), Namibia (Juni 2016), Äthiopien (April 2016), Botswana (April 2016), Uganda (Februar 2016) und Tansania (Oktober 2015). Neben diesen Besuchen haben unsere Abgeordneten auch an zahlreichen Missionen des Europaparlaments als internationale Beobachter teilgenommen und geholfen, freie und faire Wahlen zu gewährleisten.

Ein für uns besonders wichtiger Besuch fand im April 2015 statt, als eine Delegation von sozialdemokratischen Europaabgeordneten unter der Leitung unseres Fraktionsvorsitzenden Gianni Pittella sich in die Demokratische Republik Kongo begab, um die Regierung und hohe Funktionäre, den Sacharow-Preisträger Dr. Mukwege sowie Vertreter der Zivilgesellschaft und der Geschäftswelt zu treffen, die in den Bereichen Menschenrechte, Demokratie und Bekämpfung von Konfliktmineralien aktiv sind. Die S&D Fraktion hat die Gewalt gegen Frauen und das Verbot der Konfliktmineralien zu einer der obersten Prioritäten ihres politischen Handelns im Europäischen Parlament gemacht. Das Ziel der Mission war es, die Realität vor Ort besser zu verstehen und zu sehen, wie die Europäische Union den örtlichen Gemeinschaften helfen kann, 20 Jahre Bürgerkrieg zu überwinden.

Im Mai 2017 hat der sozialdemokratische Fraktionschef Gianni Pittella eine S&D Delegation in Nigeria und Guinea angeführt, um sich einen Überblick über die politische sowie die sicherheits-, sozial- und wirtschaftspolitische Lage in den beiden Ländern zu verschaffen. Vor allem ging es dabei darum, die Ursachen der irregulären Migration besser zu verstehen und Lösungen zu finden, um den Strom an jungen Menschen, die Afrika illegal verlassen, einzudämmen. Diese Mission floss auch in die langfristige Afrika-Strategie der Sozialdemokratischen Fraktion ein, die größten Herausforderungen anzugehen, mit denen Afrika und die Europäische Union konfrontiert sind: Migration; die Bedrohung durch Terrorismus und Radikalisierung; Klimawandel; ansteckende Krankheiten (nach Ebola) und Seuchen; der Umgang mit Afrikas Bevölkerungsboom; die Notwendigkeit, die Demokratie zu festigen und effiziente Institutionen aufzubauen; und die optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen des Kontinents. Die Delegation hielt Treffen mit Parlamentariern, Regierungen, Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Interessengruppen ab. Zudem besuchten die Abgeordneten die offiziellen und inoffiziellen Malkohi-Flüchtlingslager in Yola im Nordosten Nigerias, die Tausende Binnenvertriebene beherbergen, welche vor Boko Haram und vor Hungersnöten geflohen sind.



Gianni Pittella and Cécile Kyenge at Malkohi refugee camp, Nigeria

 

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