Sozialdemokraten ermutigen EU-Spitzen, Bildung als Teil der sozialen Säule ernst zu nehmen

Students at graduation ceremony

Die Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament begrüßte heute den von der EU-Kommission vorgelegten Plan, bis zum Jahr 2025 einen Europäischen Raum der Bildung zu schaffen. Der Plan ist ein Beitrag zum Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 17. November 2017 in Göteburg, bei dem es um die soziale Säule der EU geht. Die S&D Fraktion hofft, dass die Staatsoberhäupter sich dieser Aufgabe annehmen werden.

 

Die sozialdemokratische Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung, Petra Kammerevert, sagte dazu:

„Das Papier zu Bildung und Kultur ist in vielerlei Hinsicht die beste und ehrgeizigste Strategie, die seit Jahren auf EU-Ebene zu beiden Politikbereichen verfasst wurde. Besonders freut es uns, dass die Kommission endlich die Forderung unserer Fraktion aufgreift, EU-weit eine universelle frühkindliche Erziehung ab drei Jahren zu garantieren.

Über die spezifischen Vorschläge hinaus erkennen wir auch einen neuen Ansatz im Einklang mit unserer Sichtweise. Neu ist, dass die Kommission erkennt, dass die Schaffung einer europäischen Identität proaktiver angegangen werden muss und dies nur über Bildung und Kultur gelingen kann. In diesem Fall würden wir die Kommission definitiv unterstützen. Das Ziel muss sein, jedem Einzelnen die notwendigen Instrumente an die Hand zu geben, um sich selbst eine sichere Zukunft in der EU aufzubauen und sich aktiv an einer europäischen Gesellschaft zu beteiligen.“

 

Silvia Costa, Kultur- und Bildungssprecherin der S&D Fraktion, fügte hinzu:

„Ich habe mehrfach gesagt, dass der Sozialgipfel von Göteborg ausdrücklich auf die Bildungs- und Kulturdimension Europas Bezug nehmen muss. Das ist eine Voraussetzung für intelligentes, integratives und nachhaltiges Wachstum. Ich hoffe, dass dem heute veröffentlichten Plan beim Gipfel genügend Platz eingeräumt wird.

Es ist wichtig, dass endlich einige strategische Ziele für den Aufbau eines Europäischen Bildungsraums festgelegt worden sind. Das ist definitiv Teil der Lösung für die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Qualifikationen, für soziale Integration und für die Stärkung der bürgerschaftlichen Kompetenzen und der Widerstandsfähigkeit, um die großen Herausforderungen der Globalisierung zu meistern.

Wir begrüßen die Aufnahme unseres Vorschlags für eine EU-Studierendenkarte und die Verringerung der Hindernisse für die Mobilität, nicht nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den europäischen Universitäten, sondern auch durch mehr Hochschulabschlüsse, die von Universitäten in verschiedenen EU-Ländern gemeinsam angeboten werden, und durch die gegenseitige Anerkennung von Diplomen und Abschlüssen.

Außerdem begrüßen wir das Angebot der weiteren Unterstützung für Bildungsinvestitionen der Mitgliedsstaaten, die ebenfalls dazu dienen sollen, die gesellschaftliche Mobilität zu gewährleisten.“