S&D Fraktion begrüßt Kommissionsvorschläge als ersten Schritt zu einer digitalen Industriestrategie für Europa

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Die Sozialdemokratische Fraktion (S&D) im Europäischen Parlament hat das Maßnahmenpaket der EU-Kommission zur Digitalisierung der europäischen Industrie begrüßt. Sie betont aber, dass die Kommission noch einen konkreten Plan darlegen muss, der sicherstellt, dass die EU über qualifizierte Arbeitskräfte verfügt, um diese Strategie umzusetzen.

Josef Weidenholzer, Vizevorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion und Fraktionssprecher für digitale Angelegenheiten, sagte dazu:

„Die Digitalisierung der europäischen Industrie ist unerlässlich, wenn wir in der globalen Wirtschaft des 21. Jahrhunderts wettbewerbsfähig bleiben wollen. Sie wird Möglichkeiten für Wachstum und hochqualifizierte Jobs bieten, die wir in Europa ganz dringend brauchen. Es freut uns, dass diese Vorschläge einen weiteren Schritt zur Schaffung einer digitalen EU-Industriestrategie darstellen. Wie wir bei einer Erkundungsmission in einem Digital-Cluster in London unlängst gesehen haben, hat Europa bereits einige digitale Weltmarktführer. Es ist richtig, dass die Kommission auf diesen nationalen Anstrengungen aufbaut und versucht, sie besser zu koordinieren, um sicherzustellen, dass sie auf unsere strategischen Prioritäten hinarbeiten.  Auch die Fokussierung auf Knotenpunkte, sogenannte Hubs, ist der richtige Ansatz, denn diese bieten den besten Raum, damit kleine und mittlere Unternehmen wachsen können, und sie geben ihnen die beste Chance, um im Wettbewerb mit größeren, globalen Konkurrenten bestehen zu können.

Wir sind auch erfreut darüber, dass die Kommission sich bei der E-Governance bewegt, die das Leben für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger vereinfachen wird. Wir wollen eine stärkere Konzentration auf einen besseren Zugang zu derartigen Dienstleistungen, damit möglichst viele Europäerinnen und Europäer davon profitieren können.

Das gilt für das Maßnahmenpaket als Ganzes – es wird nur wirksam sein, wenn die Europäer über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um die Chancen zu nutzen, die die Digitalisierung bietet. Das bedeutet, dass wir ernsthaft in die digitale Aus- und Weiterbildung investieren müssen. Für jeden Euro, den wir für die Industrie ausgeben, sollten wir einen Euro ausgeben, um sicherzustellen, dass die Bürger die notwendigen Qualifikationen für den digitalen Übergang besitzen. Jetzt muss die Kommission in den kommenden Monaten eine klare Strategie vorlegen, um zu gewährleisten, dass das der Fall ist.“

Dan Nica, Koordinator der S&D Fraktion für digitale Angelegenheiten im Industrieausschuss des Parlaments, sagte:

„Die vierte industrielle Revolution wird die Betriebsweise von Unternehmen weltweit radikal verändern. Das Kommissionspaket ist ein wichtiger erster Schritt, um sicherzustellen, dass Europa an diesen Veränderungen weiter maßgeblich beteiligt ist. Es freut uns, zu sehen, dass dieses Paket zahlreiche Elemente enthält, die das Parlament in seinem eigenen Bericht über die Schaffung einer Digitalunion gefordert hat. Das kann die erste Stufe einer echten Industriestrategie für Europa sein, die die Digitalisierung zum Kern hat.

Drei Elemente sind entscheidend, um einen erfolgreichen Übergang zu einer voll digitalisierten europäischen Industrie sicherzustellen: Investitionen, damit große und kleine Unternehmen grenzübergreifend und in anderen Teilen der Welt konkurrenzfähig sind; klare Regeln, damit die Unternehmen in einem einheitlichen Rechtsrahmen wachsen können; und eine engere Koordinierung zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Es freut uns, dass die Kommission diesem Ansatz gefolgt ist. Cloud-Computing hat ein enormes Potenzial, um die Art und Weise zu verändern, wie wir Daten speichern und verwalten. Ein klares Bekenntnis zur Finanzierung von Cloud-Forschungsinfrastruktur ist unerlässlich, wenn wir davon profitieren wollen. Klare Bestimmungen über den Datenfluss sind ebenso wichtig, damit europäische Firmen neue Unternehmen schaffen können, insbesondere im Internet der Dinge.“